Im Blickpunkt

Preisträger Marcel Roth (2.v.l.), Günter Auernhammer (l.) und DRG-Vorsitzender Norbert Willenbacher (r.) Bild vergrößern
Preisträger Marcel Roth (2.v.l.), Günter Auernhammer (l.) und DRG-Vorsitzender Norbert Willenbacher (r.) [weniger]

Ausgezeichnete methodische Überlegungen

26. Juli 2013

Für seine herausragende Dissertation zeichnete die Deutsche Rheologische Gesellschaft (DRG) e.V. Marcel Roth, Nachwuchsforscher am Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P), aus. Er erhielt den mit 1.500 Euro dotierten "Rheologie-Preis" am 17.7.2013 im Rahmen der internationalen Konferenz der "Polymer Processing Society" in Nürnberg.
In seiner Promotionsarbeit "Rheology of arrested colloids" befasste sich Roth mit kolloidalen Systemen, die heute im Alltag, z.B. als Wandfarbe, nahezu überall anzutreffen sind. Er realisierte und verfeinerte Mess- und Analysemethoden, die die parallele Untersuchung von Struktur und mechanischen Eigenschaften dieser Systeme erlauben. Dazu entwickelte der Physiker Verfahren, um unter dem Konfokalmikroskop entstandene Bilder ertragreicher auswerten zu können. Roth gelang es erstmals rotierende kolloidale Teilchen einzeln zu beobachten und so neue Einblicke in Struktur und Dynamik der Systeme zu erlangen. Seine Überlegungen zur Verknüpfung von mikroskopischer und makroskopischer Perspektive liefern Anregungen zur weiteren wissenschaftlichen Betrachtung von Kolloiden.
Marcel Roth forschte unter der Leitung von Projektleiter Günter Auernhammer am MPIP.

 
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