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Geheimnisse von Oberflächen auf dem Wissenschaftsmarkt entdecken

19. September 2017

Auf dem 16. Mainzer Wissenschaftsmarkt vom 9. bis 10. September 2017 konnten sich die Besucher am Stand des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) über die Arbeit der Forscher informieren und selbst in die Rolle eines Polymerwissenschaftlers schlüpfen.
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Der jährliche Besuch des Wissenschaftsmarktes in der Mainzer Innenstadt ist bei vielen als Wochenendausflug fest eingeplant. Unter dem Motto „Mensch und Umwelt“ wurde die Wissenschaft am 09. und 10. September in der Stadt lebendig. Das Max-Planck-Institut für Polymerforschung präsentierte sich auch dieses Jahr wieder mit einem Stand. Die Besucher konnten sich über die Arbeit der Forscher informieren und Wissenschaft durch Experimente selbst erfahren.

Eine hohe Anziehungskraft übten die Experimente zu den wasserabweisenden Oberflächen auf zahlreiche Besucher aus. „Mama, Mama! Guck mal hier gibt es Kleidung, die nicht mehr schmutzig wird!“ rief ein Kind ganz aufgeregt, als eine Krawatte ohne Flecken aus einem Glas Rotwein gezogen wurde und die Flüssigkeit vollkommen abperlte. Es gab weiterhin die Gelegenheit, rollende Wassertropfen zu sehen, wie sie Schmutz von der Oberfläche einsammelten. Anhand von Lotusblättern konnten die Besucher den Unterschied zwischen superhydrophoben, d.h. wasserabweisenden, Blättern und gewöhnlichen Pflanzen erleben.

Mit eigenen Händen wurde Zement angerührt. Mittels eines geringen Polymer-Zusatzes wurde der Zement dünnflüssig. Das Geheimnis hierbei ist, dass sich ein dünner Polymerfilm auf der Oberfläche von winzigen Zementpartikeln bildet, auf dem die Partikel gegeneinander gleiten. Das Logo des Max-Planck-Instituts und das Maskottchen, der Hase, wurde so mehrere hundert Mal in vorgefertigten Formen gegossen und konnten nach kurzer Trockenzeit als Andenken mit nach Hause genommen werden. Das Experiment zu fließfähigem Zement erinnerte viele Beobachter an eigene Erfahrungen. „Wir haben vor langer Zeit auch mal ein Haus gebaut und solche Polymere wären nützlich gewesen“, war immer wieder zu hören und führte zu regen Gesprächen mit den Wissenschaftlern.

Zusammen mit zahlreichen engagierten Helfern des Arbeitskreises von Prof. Dr. Butt haben Prof. Dr. Doris Vollmer und Dr. Rüdiger Berger als verantwortliche Wissenschaftler die Experimente vorbereitet. Beide freuen sich schon auf das nächste Mal.

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