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Kleine Forscher auf Zeit: Flüchtlingskinder zu Gast am Institut

21. Dezember 2016

Drei Tage lang besuchten drei Flüchtlingskinder aus Mainz-Bretzenheim das Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P). Vom 12. bis 14. Dezember 2016 erhielten die jungen Nachwuchswissenschaftler einen Einblick in den Arbeitsalltag eines Wissenschaftlers und lernten anhand von zusätzlichen Freizeitaktivitäten am Nachmittag die deutsche Kultur besser kennen. Organisiert hat die Aktion Hasan Samet Varol, Doktorand aus dem Arbeitskreis von Prof. Dr. Mischa Bonn am MPI-P zusammen mit Catarina Nardi Tironi, ebenfalls Doktorandin am MPI-P im Arbeitskreis von Prof. Dr. Tanja Weil. Die finanzielle Förderung übernahm die Max-Planck-Förderstiftung im Rahmen der Aktion „people for people: integration of fellow human beings“.

Neues Land, neue Sprache – wer seine Heimat verlassen muss, stellt sich vielen Herausforderungen. Um drei Familien und vor allem deren Kindern einen guten Start in Deutschland zu ermöglichen, haben die beiden Wissenschaftler die Aktion ins Leben gerufen. Nardi hat den Kontakt zur Flüchtlingsunterkunft hergestellt und die Mädchen und Jungen im Alter zwischen zehn und 14 Jahren eingeladen, Varol hat die Planung der Projekttage übernommen.

<p>Zusammen mit den Mitarbeitern im Arbeitskreis Bonn lösen die Kinder anhand von Experimenten verschiedene wissenschaftliche Fragestellungen.</p>
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Zusammen mit den Mitarbeitern im Arbeitskreis Bonn lösen die Kinder anhand von Experimenten verschiedene wissenschaftliche Fragestellungen.

 

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Vormittags stand die Aktion jeweils ganz im Zeichen der Wissenschaft: Nachdem die Kinder eine kurze Einführung in die verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden erhalten hatten, machten sie sich mithilfe der Unterstützung von Mitarbeitern des Arbeitskreises Bonn ans Werk. Denn am dritten Tag stand eine kleine Ergebnispräsentation an – vor einem begeisterten Publikum zusammengesetzt aus den Eltern der Kinder und dem Arbeitskreis Bonn.

Weil das Forscherleben allerdings nicht nur aus Arbeit besteht, fanden nachmittags verschiedene Freizeitaktionen statt. So besuchten die Flüchtlingskinder gemeinsam mit den Organisatoren der Aktion und weiteren Freiwilligen verschiedene Museen in Mainz. Auch der Weihnachtsmarkt durfte auf dem Programm nicht fehlen. Auf diese Weise erhielten die drei Neu-Deutschen einen umfassenden Einblick in die Arbeits- und Freizeitgewohnheiten und konnten nebenbei ihre ersten Schritte in Richtung Naturwissenschaften machen.

Ihre Ergebnisse halten die Kinder in einem Laborbuch fest – genau wie „echte“ Wissenschaftler. Bild vergrößern
Ihre Ergebnisse halten die Kinder in einem Laborbuch fest – genau wie „echte“ Wissenschaftler.

Zusätzlich zu dieser Aktion spendeten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts auch für die zahlreichen anderen Familien, die derzeit im Flüchtlingslager in Bretzenheim untergebracht sind. Die Spenden in Form von 30 verschiedenen Päckchen voll mit Spielzeug, Büchern, Kleidung und Haushaltsgegenständen überreichte Varol direkt an die Menschen in Bretzenheim.

 
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