Land Rheinland-Pfalz fördert internationales Forschungsprojekt zur Überwindung der Blut-Hirn-Schranke
Förderbescheid an den Arbeitskreis Landfester übergeben
Große Freude am Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP): Wissenschaftsminister Clemens Hoch übergab feierlich den Förderbescheid für das Projekt „CoronaProtTargeting – mit Protein-ummantelten Nanoträgern die Bluthirnschranke überwinden“ an den Arbeitskreis von Prof. Dr. Katharina Landfester.
Das Projekt wird im Rahmen der neuen Förderlinie „Biotech-Fellows-international“ des Landes Rheinland-Pfalz unterstützt. Ziel dieser Pilotmaßnahme ist es, herausragende internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als Fellows nach Rheinland-Pfalz zu holen und gemeinsam mit Forschungseinrichtungen im Land innovative biotechnologische Projekte voranzutreiben.
Als Fellow wird Prof. Dr. Daniel Crespy vom Vidyasirimedhi Institute of Science and Technology (VISTEC), Rayong, Thailand, berufen. Er wird für mehrere Forschungsaufenthalte nach Mainz kommen, um das Projekt gemeinsam mit dem Team von Prof. Landfester umzusetzen.
Im Zentrum von CoronaProtTargeting steht eine der größten Herausforderungen der modernen Medizin: die gezielte und sichere Überwindung der Blut-Hirn-Schranke (BBB). Diese natürliche Barriere schützt das Gehirn, erschwert jedoch die Behandlung von neurologischen Erkrankungen erheblich.
„Mit unserer Expertise in der Entwicklung von Nanoträgern und Protein-Corona-Strategien wollen wir neue Wege finden, um Wirkstoffe wie Rapamycin oder Torin-1 effizient ins Gehirn zu transportieren“, erklärt Prof. Landfester. „Damit eröffnen sich langfristig neue Therapieoptionen für Autoimmunerkrankungen des Gehirns, insbesondere Multiple Sklerose.“
Das Projekt verbindet zwei Ansätze: Zum einen sollen Nanocarrier mit gezielt ausgewählten Proteinen ummantelt werden, die den Transport über die Blut-Hirn-Schranke erleichtern. Zum anderen wird der intranasale Transportweg erforscht, bei dem Nanocarrier über über die nasale Anwendung direkt ins Gehirn gelangen können. Ziel ist es, die Wirksamkeit und Präzision der Medikamentenfreisetzung im Gehirn entscheidend zu verbessern.
„Wir freuen uns sehr über die Förderung und die Möglichkeit, unsere internationale Zusammenarbeit mit Prof. Crespy weiter auszubauen. Gleichzeitig ist es uns eine große Ehre, dass Herr Minister Hoch den Förderbescheid persönlich übergeben hat“, so Prof. Landfester.
Mit dem Programm „Biotech-Fellows-international“ stärkt das Land Rheinland-Pfalz gezielt die internationale Sichtbarkeit und Vernetzung des Forschungsstandorts. Das Projekt startete offiziell am 1. Juli 2025 und hat eine Laufzeit von zwei Jahren.












