Dr. Sarah Chagri
Dr. Sarah Chagri studierte Biomedizinische Chemie (B.Sc. und M.Sc.) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, sowie an der University of Toronto, Kanada. Währen ihrer Promotion am MPIP beschäftigte sie sich mit bioresponsiven Nanomaterialien für die kontrollierte intrazelluläre Assemblierungarbeitete und schloss diese 2024 mit höchster Auszeichnung (summa cum laude) ab.
Heute ist sie Wissenschaftliche Koordinatorin für die Graduiertenausbildung am Max-Planck-Institut für Polymerforschung und leitet das Graduiertenausbildungsprogramm. Außerdem ist sie Koordinatorin im Max Planck Graduate Center mit der Johannes Gutenberg Universität (MPGC).
Neben ihrer koordinativen Tätigkeit ist sie weiterhin wissenschaftlich aktiv. Sie forscht in der Arbeitsgruppe von Prof. Tanja Weil an der Entwicklung bioresponsiver Peptide, welche synthetische Nanostrukturen in Zellen ausbilden und so die Funktion von Immunzellen beeinflussen können.
Forschungsinteressen
Dr. Sarah Chagris Forschung liegt an der Schnittstelle von chemischer Biologie, supramolekularer Chemie und Immunologie und widmet sich der Frage, wie sich Zellverhalten durch synthetische molekulare Systeme gezielt beeinflussen lässt.
Im Zentrum steht die Entwicklung bioresponsiver Peptide, die sich innerhalb lebender Zellen zu definierten supramolekularen Nanostrukturen organisieren. Ein wesentlicher Fokus liegt dabei auf dem Verständnis von Struktur-Assemblierungs-Bioaktivitäts-Beziehungen: Wie bestimmen molekulare Eigenschaften und supramolekulare Organisation die Wechselwirkung mit komplexen biologischen Systemen und die daraus resultierenden funktionellen Effekte .
Diese Fragestellungen werden insbesondere im Kontext von Immunzellen untersucht, um grundlegende Prinzipien zu identifizieren, nach denen synthetische Strukturen intrazelluläre Prozesse, mechanische Eigenschaften und Signalwege beeinflussen können.
Langfristig zielt die Forschung darauf ab, ein rationales Designverständnis für funktionale, adaptive Materialien in biologischen Systemen zu etablieren und damit neue Konzepte für die gezielte Modulation von Immunzellfunktionen zu ermöglichen.
