Debora Monego

Dr. Debora Monego trat 2025 als Gruppenleiterin dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung bei. Sie absolvierte Bachelorstudiengänge in Physik und Chemie an der Federal University of Santa Maria (Brasilien) und promovierte in Chemie an der University of Sydney, wo sie Liganden-kontrollierte Interaktionen und die Stabilität von Nanopartikeln mithilfe von molecular simulations untersuchte. Anschließend arbeitete sie als Postdoctoral Research Fellow und Lecturer an der Columbia University, wo sie collective cellular dynamics erforschte und sich in science education initiatives engagierte.

Debora zog später nach Deutschland als Postdoctoral Researcher am Heidelberg Institute for Theoretical Studies und anschließend als Marie Skłodowska-Curie Fellow am Max-Planck-Institut für Polymerforschung. In dieser Zeit erweiterte sie ihren Forschungsschwerpunkt auf Kollagen als funktionales Protein Material und integrierte molecular simulations, evolutionary analysis und computational tool development, um zu untersuchen, wie Protein Struktur und Mechanik auf verschiedenen Skalen geprägt werden.

Forschungsinteressen

Biologische Gewebe basieren auf Proteinen, die nicht nur strukturelle Stabilität verleihen, sondern auch mechanische Belastung aktiv wahrnehmen und darauf reagieren. Unsere Forschung zielt darauf ab zu verstehen, wie Proteine mechanische Kräfte in chemische Reaktivität, strukturelle Anpassung und langfristige evolutionary design principles übersetzen.

Unsere Gruppe nutzt Kollagen als Modellsystem, um mechanochemistry in biological materials zu untersuchen. Mithilfe von multiscale molecular simulations und bioinformatics analysieren wir, wie crosslinks, post-translational modifications und sequence evolution die mechanische Stabilität von Kollagen sowie stress-induzierte chemische Reaktionen regulieren. Zur Unterstützung dieser Arbeiten entwickeln wir computational frameworks für den Aufbau und die Analyse von crosslinked collagen fibrils sowie für die Vorhersage funktioneller Konsequenzen genetischer Variation.

Übergeordnet verfolgt unsere Forschung das Ziel zu verstehen, wie Proteine mechanischen Stress über evolutionäre Zeitskalen hinweg kodieren und darauf reagieren. Durch die Verknüpfung von Mechanik, Chemie und Evolution möchten wir neue Einblicke in Gewebemechaniken und Alterung gewinnen und gleichzeitig die Entwicklung von biomimetic protein materials inspirieren.

Mehr über unsere Forschung sowie spannende Updates findet ihr auf unserer  website !

Aktuelle Publikationen am MPIP:

Zeitschriftenartikel (6)

1.
Zeitschriftenartikel
Brosz, M.; Buck, J.; Grünewald, F.; Monego, D.; Jung, J.; Sugita, Y.; Aponte-Santamaría, C.; Gräter, F.: Coarse-grained Martini 3 model for collagen fibrils. Biophysical Journal 125 (2), S. 581 - 593 (2026)
2.
Zeitschriftenartikel
Knapp, T. V.; Dodange, S.; Monego, D.; Briones, C. M.; Hero, D.; Niebuur, B.-J.; Gallei, M.; Kraus, T.; Widmer-Cooper, A.: Maintaining Shell Disorder with Kinked or Branched Ligands Stabilizes Apolar Nanoparticles. ACS Nano 19 (39), S. 35127 - 35140 (2025)
3.
Zeitschriftenartikel
Leclercq, L.; Ashokan, A.; Monego, D.; Widmer-Cooper, A.; Cottet, H.; Mulvaney, P.: Diffusion of CdSe Nanocrystals in Nonpolar Solvents. The Journal of Physical Chemistry C 129 (39), S. 17808 - 17817 (2025)
Mehr anzeigen
Zur Redakteursansicht