Das Max-Planck-Institut für Polymerforschung und die TU/e verstärken ihre langjährige Zusammenarbeit

Kooperationsvereinbarung legt den Grundstein für eine breite Palette gemeinsamer Aktivitäten

Das Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz und die TU/e in Eindhoven (Niederlande) haben eine vierjährige Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Mit dieser Vereinbarung vertiefen beide Institutionen ihre bestehende Zusammenarbeit in der Forschung zu fortgeschrittenen molekularen Systemen und (Bio-)Materialien erheblich.

 

Insbesondere bietet die Vereinbarung eine solide Grundlage für eine Vielzahl gemeinsamer Aktivitäten, darunter gemeinsame Forschungsprojekte, Austausch- und Ausbildungsprogramme für Wissenschaftler*innen, wissenschaftliche Veranstaltungen wie Symposien und Workshops sowie den gegenseitigen Zugang zu den Infrastrukturen und Forschungseinrichtungen der jeweils anderen Institution. Darüber hinaus prüfen beide Institutionen die Möglichkeit einer doppelten oder gemeinsamen Anstellung von Forschern.

Die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung der Zusammenarbeit wird von einem Beratungsausschuss mit Vertretern beider Institutionen überwacht. Im vierten Jahr der Vereinbarung wird eine Bewertung durchgeführt, um zu entscheiden, ob die Zusammenarbeit fortgesetzt und ausgeweitet werden soll.

Erfolgreiche Bilanz

Die erneuerte Zusammenarbeit baut auf einer erfolgreichen Geschichte der Zusammenarbeit zwischen der TU/e, insbesondere dem Institut für komplexe molekulare Systeme (ICMS), und dem MPI-P auf. In den letzten Jahren hat diese Zusammenarbeit zu fast neunzig gemeinsamen wissenschaftlichen Publikationen und mehreren abgeschlossenen Doktorarbeiten geführt. Eine wichtige Grundlage für die Partnerschaft ist das Programm „Big Chemistry” des niederländischen Nationalen Wachstumsfonds, in dem beide Institutionen bereits als Konsortialpartner zusammenarbeiten und in dessen Rahmen mehrere gemeinsame Doktoranden- und Postdoktorandenprojekte durchgeführt werden.

Führender europäischer Knotenpunkt

Durch den Zusammenschluss bauen die TU/e und das MPI-P einen führenden europäischen Knotenpunkt für die Forschung an komplexen molekularen Systemen und fortschrittlichen Materialien auf. Mit dieser Initiative wollen beide Institutionen eine Schlüsselrolle bei der europäischen Materialwende und der Ausbildung der nächsten Generation von Wissenschaftlern spielen und gleichzeitig die internationale Position sowohl der Brainport-Region als auch des deutschen Bundeslandes Rheinland-Pfalz in enger Zusammenarbeit mit anderen Partnern aus Wissenschaft und Industrie stärken.

Etwas bewegen

TU/e-Rektorin Silvia Lenaerts: „Wissenschaftliche Exzellenz wird durch erstklassige Zusammenarbeit gestärkt. Mit dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung bauen wir auf einer starken und langjährigen Partnerschaft innerhalb der TU/e auf, insbesondere durch das Institut für Komplexe Molekulare Systeme. Gemeinsam bekräftigen wir unser auch im institutionellen Plan der TU/e formuliertes Ziel, unsere führende Position in Europa an der Spitze der Forschung zu fortschrittlichen Materialien zu festigen.“

Mischa Bonn, Geschäftsführender Direktor des MPIP: „Die TU/e und das MPI-P sind seit Jahren wissenschaftlich miteinander verbunden; mit dieser Vereinbarung machen wir dies nun endlich offiziell. Durch diese Verbindung können wir schneller von schönen Molekülen auf dem Papier zu Materialien gelangen, die tatsächlich einen Unterschied in Geräten und in der Gesellschaft bewirken.“

 

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