Wissenschaft für mehr Tierwohl

Minister Clemens Hoch besucht Max-Planck-Institut für Polymerforschung

14. August 2025

Im Rahmen seiner Sommerreise besuchte Wissenschaftsminister Clemens Hoch heute das Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz. Auf dem Programm stand unter anderem ein intensiver Austausch mit dem Forschungsteam um Prof. Dr. Thomas Vilgis, das eine innovative Alternative zur traditionellen Gänsestopfleberpâté entwickelt hat - ganz ohne Tierleid.

Foie Gras, eine als Delikatesse geschätzte Gänseleber, steht seit Jahren in der Kritik, da ihre Herstellung in vielen Ländern als tierschutzwidrig gilt und daher verboten ist. Die Forschenden am MPI-P haben die Struktur, den Geschmack und die Textur echter Foie Gras wissenschaftlich analysiert und auf dieser Grundlage ein Gänseleberpaté, aus herkömmlicher („ungestopfter“) Gänseleber und Gänseschmalz entwickelt, das dem Original verblüffend nahekommt ohne Stopfen der Tiere.

Minister Hoch zeigte sich beeindruckt von der interdisziplinären Forschung: „Diese Forschungsarbeit zeigt eindrucksvoll, wie exzellente Wissenschaft zu mehr Tierwohl beitragen kann – und dabei auch kulinarisch überzeugt. Die Entwicklung dieser vielversprechenden Alternative zur Gänsestopfleber ist ein Beispiel dafür, wie sich Spitzenforschung aus Rheinland-Pfalz ethischen und gesellschaftlichen Herausforderungen stellt und dabei den Wissenschaftsstandort Mainz mit zukunftsweisenden Lösungen nachhaltig stärkt.“

Dem schließt sich Thomas Vilgis an: „Dies war für uns ein zentrales Anliegen. Uns freute es auch, wie weit physikalische Methoden aus der Grundlagenforschung am Ende zum Tierwohl beitragen können.“

Der Besuch unterstrich die Bedeutung der materialwissenschaftlichen Forschung für neue Anwendungen auch im Bereich der Ernährung. Die Alternative zur Gänsestopfleber steht dabei exemplarisch für den Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit und Tierschutz durch wissenschaftliche Innovation.

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