Dr. David Ng
David hat 2009 an der National University of Singapore seinen B.Sc. in Chemie mit erstklassigen Auszeichnungen erworben. Im Jahr 2010 nahm er ein Stipendium des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) an und zog unter der Leitung von Prof. Tanja Weil nach Ulm. David schloss 2014 mit summa cum laude ab und arbeitete als Juniorgruppenleiter am Institut für Organische Chemie III der Universität Ulm. Anschließend wechselte er zum MPI-P und leitet die Gruppe der lebensechten Nanosysteme, indem er die synthetische Chemie zur Steuerung komplexer biohybrider Architekturen einsetzt. Im Jahr 2019 wird er in der Ausgabe von ChemBioTalents (Wiley VCH) als eine der aufstrebenden "Schlüsselpersonen, die die Zukunft der Forschung an der Schnittstelle von Chemie und Biologie prägen werden", vorgestellt.
Forschungsinteressen
Gestaltung interaktiver Funktionen in Zellen durch lebensähnliche supramolekulare Konzepte
In der Natur organisieren sich Moleküle selbst zu dynamischen, nanoskaligen Strukturen, die durch reversible Bindungen und Wechselwirkungen im Raum gesteuert werden. Inspiriert von diesen Prinzipien erschließen wir mit synthetischer supramolekularer Chemie neue chemische Räume, um zu verstehen, wie aus einzelnen Molekülen funktionale Strukturen in komplexen physiologischen Umgebungen entstehen.
Indem wir molekulare Schalter sowie Reaktionszyklen und -kaskaden in strukturelle Vorläufer integrieren, programmieren wir gezielt die Dynamik supramolekularer Wechselwirkungen – ähnlich wie in biochemischen Prozessen innerhalb von Zellen.
Unsere Wissenschaftler:innen entwickeln Systeme mit hierarchischer Komplexität, um biologische Abläufe gezielt zu beeinflussen und neue, lebensähnliche Funktionen zu erzeugen. Gleichzeitig nutzen wir dieses Wissen, um grundlegende Fragen zur Grenze zwischen belebter und unbelebter Materie zu beantworten und supramolekulare Strukturen als innovative therapeutische Ansätze gegen zelluläre Fehlfunktionen zu etablieren.
Unsere Forschung verbindet ein tiefes mechanistisches Verständnis der supramolekularen Chemie mit der interdisziplinären Perspektive der Zellbiologie und schafft so ein ideales Umfeld für kreative und zukunftsweisende Forschung.
Ausgewählte Erfolge: Spatiotemporale Kontrolle supramolekularer Chemie direkt in lebenden Zellen, Entstehung neuer Funktionen aus ursprünglich nicht-funktionalen Bausteinen in Zellen, Gezielte Veränderung von Zellphänotypen durch ortsspezifische Strukturbildung
