Klaus Müllen nimmt Hermann-Staudinger-Preis 2016 entgegen

31. August 2016

Der emeritierte Direktor des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P), Prof. Dr. Klaus Müllen, erhält am 11. September 2016 die mit einer Goldmünze und einem Geldbetrag dotierte Auszeichnung der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Der Hermann-Staudinger-Preis würdigt den Wissenschaftler für seine Forschung zur Synthese von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen und 2D-Makromolekülen für elektronische Bauelemente.

Prof. Dr. Klaus Müllen

Die Preisverleihung bildet den Auftakt zur Tagung „Polymere: von der Struktur zur Funktion“ der GDCh-Fachgruppe Makromolekulare Chemie vom 11. bis 13. September 2016 in Halle. Müllen stellt dort in einem Vortrag seine Forschung zu Graphennanobändern vor. Das große Potential dieser Kohlenstoffstreifen mit einem Durchmesser von weniger als 50 Nanometern liegt im Bereich der Energie- und Halbleitertechnik. Dort könnte Graphen zukünftig als Material für eine neue Generation von Halbleitern verwendet werden. In seiner Emeritus-Forschungsgruppe „Graphene“ konzentrieren sich Müllen und sein Team daher auf die Synthese von Graphennanostreifen mit definierten Bandstrukturen, insbesondere mit „Zickzick-Kanten“. Diese eröffnen den Einstieg nicht nur in die Elektronik, sondern auch in die Spintronik, in der es um den Drehsinn (“Spin“) von Elektronen geht.

Der vielfach ausgezeichnet Wissenschaftler war von 1989 bis 2016 Direktor am MPI-P. Er erhielt unter anderem den Max-Planck-Forschungspreis, den Polymer Science Award der American Chemical Society, sowie die Adolph-von-Baeyer-Denkmünze der GDCh. Aktuell ist Müllen Gutenberg Research Fellow an der Universität Mainz und leitet eine Emeritus-Forschungsgruppe am MPI-P. Müllen studierte Chemie an der Universität in Köln und promovierte an der Universität Basel. Seine Habilitation erlangte er an der ETH Zürich.

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