Dr. Markus Klapper
Markus Klapper studierte Chemie an der Universität Mainz und promovierte 1990 bei Prof. R. C. Schulz mit Arbeiten zur Synthese und topochemischen Polymerisation von Aminodiacetylenen. Bald darauf wechselte er zum MPI für Polymerforschung und wurde Projektleiter in der Abteilung für synthetische Chemie. Seine Forschungsinteressen umfassen neue Polykondensations- und Polymerisationsverfahren sowie polymeranaloge Reaktionen zur Synthese von Funktionspolymeren und Blockcopolymeren. Diese Materialien sind speziell für Brennstoffzellenanwendungen oder zur Hydrophobierung von anorganischen Nanopartikeln entwickelt worden. Darüber hinaus hat er sich in den letzten Jahren auf die Polymerisation von Olefinen in heterogener Phase konzentriert, für die er neue organische Träger entwickelt und deren Polymerisationsverhalten untersucht hat. Ein weiteres zentrales Thema ist die Entwicklung von nichtwässrigen Emulsionen, die für die Polymerisation von wasserempfindlichen Monomeren geeignet sind.
Forschungsinteresse (Nachhaltige Materialien)
Die moderne Polymerwissenschaft muss Materialien entwickeln, die über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg nachhaltig sind und gleichzeitig energieeffiziente industrielle Prozesse ermöglichen. Wir begegnen diesen Herausforderungen durch innovative synthetische Strategien, die sich an biologischen Prinzipien orientieren.
Zentraler Bestandteil der Gruppenvision ist die Überzeugung, dass echte Nachhaltigkeit neue chemische Prinzipien erfordert, nicht nur eine schrittweise Verbesserung bestehender Kunststoffe. In einem wegweisenden Ansatz wird die Licht ausgelöste Abbaubarkeit direkt in Polymere durch molekulare Photosensibilisatoren eingebaut. In einem anderen Projekt, in Zusammenarbeit mit Tanja Weil, entwickeln wir ultradünne funktionelle Membranen, die sich an die biologische Kompartimentalisierung anlehnen und eine Ionen-Sieving, molekulare Filtration sowie Bio-Sensing mit minimalem Energieaufwand ermöglichen.
