Prof. Dr. Katharina Landfester
Forschungsschwerpunkte
Katharina Landfesters breite Forschungsinteressen reichen von der Polymerisation in Miniemulsion, der Strukturbildung in Nanokompartimenten, der Charakterisierung physikalischer Eigenschaften in Tröpfchen, enzymatischen Reaktionen in Heterophase, der Verkapselung hydrophiler und hydrophober Komponenten in Nanokapseln, der Synthese und Charakterisierung funktionalisierter Nanopartikel/Kapseln bis hin zur Aufnahme von Nanopartikeln in verschiedenen Zellen und in vivo-Anwendungen.
Lebenslauf
Katharina Landfester ist Direktorin am Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz. Sie studierte an der Technischen Universität Darmstadt und promovierte an der Universität Mainz mit einer Arbeit am Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz. Nach einem Postdoktorat an der Lehigh University (USA) wechselte sie zum Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung (Golm, Deutschland). Von 2003 bis 2008 war sie ordentliche Professorin an der Universität Ulm (Deutschland). Seit 2008 ist sie Direktorin am Max-Planck-Institut für Polymerforschung. Sie wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, wie dem Reimund-Stadler-Preis und dem Preis der Dr. Hermann-Schnell-Stiftung ausgezeichnet, dem Liesegang-Preis (2024) und der Liebig-Denkmünze (2024). Sie ist gewähltes Mitglied von Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (ACATECH) und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur (Mainz). 2022 war sie Co-Gründerin des Start-Ups LigniLabs.
Sie hat mehr als 800 Artikel in internationalen Fachzeitschriften und 30 Übersichtsartikel veröffentlicht und hält mehr als 50 Patente. Sie leistete Pionierarbeit beim Miniemulsionsverfahren zur Herstellung von polymergekapselten multifunktionalen Nanotransportern und demonstrierte deren Anwendungen in der Biologie, Diagnostik und Therapeutik. Ihre Forschung verbindet grundlegende Chemie mit lebensinspirierten Funktionen, indem sie künstliche Zellen und Nanotransporter entwirft, die sich selbst zusammenbauen, an Grenzflächen interagieren und sich dynamisch anpassen. Durch fortschrittliche Synthese, hochauflösende Bildgebung und eine Vielzahl an Charakterisierungsmethoden deckt ihre Gruppe die Prinzipien auf, nach denen sich Moleküle zu aktiven, adaptiven Systemen entwickeln, was eine präzise Nanomedizin ermöglicht und unser Verständnis von lebensähnlichen Funktionen fördert.
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