Dr. Svenja Morsbach

Svenja Morsbach studierte biomedizinische Chemie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Während ihres Studiums verbrachte sie sieben Monate am Brookhaven National Laboratory (USA) für einen Forschungsaufenthalt in der Gruppe von Joanna Fowler. Nach Abschluss ihres Diploms im Jahr 2012 begann Svenja Morsbach ihre Promotion in Chemie am Max-Planck-Institut für Polymerforschung in der Gruppe von Prof. Katharina Landfester. Ihre Arbeit konzentrierte sich auf den Einfluss verschiedener Parameter auf die Interaktion zwischen polymeren Nanomaterialien und Blutplasmaproteinen und wurde 2015 abgeschlossen. Seit November 2015 ist Dr. Svenja Morsbach Gruppenleiterin des Labors für Polymeranalytik in der Abteilung von Prof. Katharina Landfester am Max-Planck-Institut für Polymerforschung. Neben der Weiterentwicklung allgemeiner Polymercharakterisierungstechniken liegt ihr Forschungsinteresse in der Interaktion von Nanomaterialien mit Komponenten biologischer Medien. Außerdem ist sie Teil des Teams, das für den Kunststoff Bildungspfad das Wissen über Polymere und Kunststoffe der Öffentlichkeit näher bringt.

Forschungsinteressen

Im Bereich der Wechselwirkungen zwischen Nanomaterialien und Biomolekülen stehen derzeit zwei Hauptrichtungen im Fokus unserer Forschungsgruppe. Zunächst müssen die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Nanomaterialien und verschiedenen Arten von Biomolekülen auf molekularer Ebene charakterisiert und verstanden werden. Zu diesem Zweck setzen wir verschiedene physiko-chemische Analysetechniken ein. Wir konzentrieren uns auf das Zusammenspiel zwischen verschiedenen Arten von Biomolekülen (wie Proteinen, Peptiden, Lipiden usw.) und Oberflächen mit verschiedenen Eigenschaften (z. B. Funktionalisierung, Morphologie, Ladung usw.), um allgemeine Trends festzustellen.

Außerdem wollen wir Nanomaterialoberflächen gezielt modifizieren, indem wir die oben genannten Wechselwirkungen nutzen. So werden Biomoleküle zur gezielten Adsorption/Vorbeschichtung oder kovalenten Funktionalisierung verschiedener Systeme eingesetzt, um bestimmte Eigenschaften zu erzielen. Diese gewünschten Eigenschaften sind im Allgemeinen lange Blutzirkulationszeiten, Verhinderung der Komplementaktivierung und aktives Targeting bestimmter Gewebe und Zellen.


Ausgewählte Publikationen

M. Schaaf, M. Fichter, L. Jian, F. Schön, C. Jung, P. Schneider, K. Speth, A. Mateos-Maroto, V. Mailänder, K. Koynov, S. Morsbach, K. Landfester
cDC1 sub-type-specific in vivo targeting of liposomes
Advanced Science, 2026, e15402
M. Deuker, D. Schulz, K. Koynov, S. Morsbach, H. Frey, K. Landfester
Overcoming PEG Antigenicity: Statistical PEG Isomers Reduce Antibody Binding
Advanced Science, 2025, 13, e21061
A. Mateos Maroto, M. Gai, M. Brückner, V. Mailänder, S. Morsbach, K. Landfester
Controlled Functionalization Strategy of Proteins Preserves their Structural Integrity While Binding to Nanocarriers
Advanced Materials Interfaces, 2024, 11, 2400472
M. Deuker, V. Mailänder, S. Morsbach, K. Landfester
Anti-PEG antibodies enriched in the protein corona of PEGylated nanocarriers impact the cell uptake
Nanoscale Horiz., 2023, 8, 1377-1385
S. Morsbach, G. Gonella, V. Mailänder, S. Wegner, S. Wu, T. Weidner, R. Berger, K. Koynov, D. Vollmer, N. Encinas, S. L. Kuan, T. Bereau, K. Kremer, T. Weil, M. Bonn, H.-J. Butt, K. Landfester
Engineering Proteins at Interfaces: From Complementary Characterization to Material Surfaces with Designed Functions
Angew. Chem. Int. Ed., 2018, 57, 12626-12648
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