Dr. Volker Mailänder

Volker Mailänder studierte Medizin an der Universität Ulm mit Unterstützung der Studienstiftung des Deutschen Volkes und war im Graduiertenkolleg "Molekularbiologie". Er arbeitete im Blume/Negrin-Labor in Stanford, Kalifornien, an natürlichen Killerzellen und an der Biolumineszenzbildgebung. Anschließend absolvierte er eine internistische Ausbildung mit Schwerpunkt Hämatologie/Onkologie an der Charité in Berlin. Nach seinem Umzug an das Institut für Klinische Transfusionsmedizin, Universitätsklinikum Ulm, beschäftigte er sich mit der Manipulation von Stammzellen und erlangte die Fachkunde Transfusionsmedizin. Er fokussierte seine Arbeiten auf die Verwendung von polymeren Nanopartikeln zur Markierung und Manipulation von Stammzellen und anderen Zelltypen. Nach dem Umzug nach Mainz 2008 verantwortete er das Stammzelllabor der III. Medizinische Klinik. Er führt eine gemeinsame Forschungsgruppe zwischen dem Universitätsklinikum Dermatologie, Mainz, und dem MPI für Polymerforschung. Seit Januar 2016 ist er ordentlicher Professor am Universitätsklinikum Mainz und leitet das Zentrum für Translationale Forschung - CTN. Aktuelle Forschungsthemen sind Protein-Nanopartikel-Interaktionen, die Erkennung von Endozytosewegen und die Nutzung von Nanopartikeln für den Einsatz in medizinischen Anwendungen.

Forschungsinteressen

Ausgehend von einem Hintergrund der klinischen Forschung in der Hämatologie und Onkologie und vom Ausschuss für Transfusionsmedizin zertifiziert, liegt mein Interesse auf dem Gebiet der Verwendung von Nanoträgern zur Behandlung von bösartigen Erkrankungen und auf einem breiteren Gebiet der immunologischen Kontrolle von Krankheiten und Zelltherapien. Bekannte Vertreter für die Entwicklung von Nanoträgern sind Liposomen wie Doxil® und Eisenoxid-Nanopartikel wie in Resovist®. Seitdem wurde die Forschung für Nanoträger durch ein fehlendes Verständnis der Störfaktoren, die die Arzneimittelabgabe durch Nanoträger beeinflussen, behindert. Zu verstehen, wann das Targeting von Nanoträgern funktionieren könnte und wann das Targeting nicht funktionieren kann, ist ein wichtiges Ziel unserer Forschung. Wir haben daher die Einwirkung adsorbierter Proteine ​​auf Nanoträger untersucht. Unser zukünftiger Schwerpunkt wird darin bestehen, unser In-vitro-Wissen in In-vivo-Ansätze umzuwandeln und den Grad der Wirksamkeit des Targetings und seine biologischen Auswirkungen aufzuzeigen.


Ausgewählte Publikationen

1.
Ghazaryan A, Landfester K, Mailänder V.
Protein deglycosylation can drastically affect the cellular uptake
Nanoscale 11(22):10727-10737
2.
Tonigold M, Simon J, Estupiñán D, Kokkinopoulou M, Reinholz J, Kintzel U, Kaltbeitzel A, Renz P, Domogalla MP, Steinbrink K, Lieberwirth I, Crespy D, Landfester K, Mailänder V
Pre-adsorption of antibodies enables targeting of nanocarriers despite a biomolecular corona
Nat Nanotechnol. 2018 13(9):862-869
3.
Paßlick D, Piradashvili K, Bamberger D, Li M, Jiang S, Strand D, R Wich P, Landfester K, Bros M, Grabbe S, Mailänder V
Delivering all in one: Antigen-nanocapsule loaded with dual adjuvant yields superadditive effects by DC-directed T cell stimulation
J Control Release 2018, 289, 23-34
4.
Schottler S, Becker G, Winzen S, Steinbach T, Mohr K, Landfester K, Mailander V*, Wurm FR*
Protein adsorption is required for stealth effect of poly(ethylene glycol)- and poly(phosphoester)-coated nanocarriers
Nature Nanotechnology 2016, 11: 372-377
5.
Schottler S, Klein K, Landfester K, Mailander V
Protein source and choice of anticoagulant decisively affect nanoparticle protein corona and cellular uptake
Nanoscale 2016, 8: 5526-36
6.
Ritz S, Schottler S, Kotman N, Baier G, Musyanovych A, Kuharev J, Landfester K, Schild H, Jahn O, Tenzer S, Mailander V
Protein corona of nanoparticles: distinct proteins regulate the cellular uptake
Biomacromolecules 2015, 16: 1311-21
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