Doktorarbeit "Röntgenuntersuchungen zur Strukturbildung weicher Materie an Grenzflächen"

Doktorand

Ausschreibungsnummer:

Stellenangebot vom 3. Juli 2020

Das MPI für Polymerforschung in Mainz zählt zu den international führenden Forschungszentren auf dem Gebiet der Polymerforschung und bietet ideale Voraussetzungen für exzellente Forschung.

Doktorarbeit am Max-Planck-Institut für Polymerforschung

 

„Röntgenuntersuchungen zur
Strukturbildung weicher Materie an Grenzflächen“

 

Für unser Forschungsinstitut suchen wir zum schnellstmöglichen Termin 

 

eine/n ausgezeichnete Physiker/in, Materialwissenschaftler/in, Chemiker/in, mit Interesse am Experimentieren und guten Computerkenntnissen. Wir erwarten Engagement, die Bereitschaft, mit anderen Mitgliedern der internationalen Arbeitsgruppe zusammen zu arbeiten und die aktive Teilnahme an Gruppenseminaren. Das Projekt ist in das Graduiertenkolleg GRK 2516 „Structure Formation of Soft Matter at Interfaces“ eingebunden und wird in enger Kooperation mit der Universität Wien und der TU Darmstadt durchgeführt.

Die Stelle als wissenschaftliche/er Mitarbeiter/in 50% ist zunächst auf 3 Jahre befristet.

Kontext: Dünne Filme weicher Materie zeigen oft deutlich andere strukturelle und dynamische Eigenschaften als im Volumen. Insbesondere wenn die Filmdicke die molekulare Längenskala erreicht werden Grenzflächeneffekte zunehmend wichtig. Vor kurzem haben wir in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Wien eine Surface Forces Apparatus (Oberflächenkraftmessgerät) für Röntgenexperimente entwickelt. Unser neuartiger experimenteller Aufbau ist für in-situ-Untersuchungen von Flüssigkeiten in Schlitzporen optimiert. Während der Experimente lassen sich Druck- und Scherkräfte anlegen und dabei Änderungen in der molekularen Anordnung innerhalb des Flüssigkeitsfilms beobachten. Erste Experimente an Flüssigkristallen bestätigen das große Potential unseres experimentellen Ansatzes.

Aufgabe: Das Forschungsprojekt wird sich mit der Struktur von komplexen Elektrolyten in Schlitzporen befassen. Diese kommen zum Beispiel in Superkondensatoren mit EDL Technologie zum Einsatz. Zu den wichtigsten experimentellen Methoden gehört hierbei die Röntgenstreuung. Regelmäßige Synchrotron-Experimente werden in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern an der Europäischen Synchrotron-Strahlungsanlage in Grenoble und an PETRA III in Hamburg durchgeführt. Um in diesem Forschungsfeld weiterhin weltweit führend zu bleiben ist ein kontinuierliches Optimieren unserer experimentellen Aufbauten und das Anpassen an die jeweilige wissenschaftliche Fragestellung unerlässlich. Aufbauend auf vorhandenen Bibliotheken entwickeln wir zur Analyse der experimentellen Daten geeignete Software.

Wir bieten:

Einen modern ausgestatteten, zentral und verkehrsgünstig gelegenen Arbeitsplatz sowie eine international geprägte Umgebung. 

Die Vergütung erfolgt nach dem TVöD, je nach Qualifikation und Berufserfahrung unter Einschluss aller Sozialleistungen entsprechend den Regelungen des öffentlichen Dienstes (Bundesdienst). 

Team/Infrastuktur: Die Arbeit erfolgt im Team, das Graduiertenkolleg GRK 2516 „Structure Formation of Soft Matter at Interfaces“. Wir bieten eine gute Ausstattung, kompetente, engagierte Betreuung und Perspektive.

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